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Reise nach Clermont, 14.-18. Oktober 2021

Bild 1 – © Daniel Delhoume
Bild 2 – © Adriana Scipio

14.10.2021 Bei der Ankunft werden wir im Rathaus (Hôtel de ville, Bild 2) am Place de la Victoire von den Gastgebern, der Vorsitzenden der Jumelage, Corinne Torres, und dem Bürgermeister Gérard Bessière begrüßt (Bild 1).

Beim Abendessen in den Gastfamilien können wir unsere Gastgeber kennenlernen.


Bild 3 – © Daniel Delhoume
Bild 4 – © Daniel Delhoume

15.10.2021 Schüler einer Grundschule und zwei weiterführenden Schulen, dem Lycée René Gosse und dem Lycée Saint Guilhem, zeigen Präsentationen zum Thema Müllvermeidung und Müllverwertung (Bilder 3 – 5). Treffpunkt ist im Institut Marie Sagnier, Etablissement Professionnel Agricole Privé.

Bild 5 – © Daniel Delhoume
Bild 6

Marc Julien, stellvertretender Vorsitzender der Jumelage zeigt uns den Teaser einer Dokumentation über Costa Rica (Bild 6) als Beispiel für einen positiven ökologischen Wandel. Dort stehen 25 % des Landes unter Naturschutz.

Bild 7 – © Daniel Delhoume

15.10.2021 Mittagessen in der Schulkantine (Bild 7) des Instituts Marie Sagnier – wo uns auch liebevoll gestaltete kleine Geschenke von den Berufsschülern überreicht werden.

Bild 8 – © Daniel Delhoume

Nachmittag: Besuch des Centre de gestion des déchets d’Aspiran, des Verwaltungszentrums einer Kompostieranlage (Bild 8) . Dort werden Präsentationen von AWISTA-Vorstand Herrn Christoph Wufka sowie von Führungskräften des dortigen Verwaltungszentrums gehalten. Bei einem Rundgang erfahren wir beispielsweise wie Kompost und Bio-Kompost erzeugt werden.

Bild 9 – © Daniel Delhoume

Anschließend gibt es einen Vortrag und eine Werksführung beim APIMAB (Bild 9) , wo man mit Propolis – einem von Bienen hergestelltem Harz, das zur Bekämpfung von Viren und Bakterien im Bienenstock dient – Kosmetikprodukte, Trinkampullen und Süßes herstellt. Leider darf im Werk selbst nicht fotografiert werden.


Bild 10 – © Daniel Delhoume
Bild 11 – © Daniel Delhoume

16.10.2021 Beim Besuch eines Weinberges in Liausson (Bild 10) erfahren wir, dass der Winzer nicht nur Wein, sondern auch Granatapfelsaft herstellt. Wir dürfen natürlich die leckeren Weinbeeren und Granatäpfel probieren (Bild 11) .

Danach machen wir einen Spaziergang zum Lac du Salagou (Bild 12).

Bild 12 – © Daniel Delhoume
Bild 13 – © Daniel Delhoume
Bild 14 – © Daniel Delhoume

Am Nachmittag um 15:00 Uhr können wir ein weiteres Highlight bei der Führung im idyllisch gelegenen Roseraie du Cade in Lacoste erleben (Bilder 13 – 14).

Chantal und Albrecht von Braun haben den Rosengarten mit viel Engagement und Liebe vor einigen Jahren angelegt und im Mai 2020 für Besucher geöffnet.

Das Anwesen, auf dem unter anderem riesige Eichen zu sehen sind, ist zwei Hektar groß. Das dort destillierte Rosenwasser und mit Rosenwasser hergestellte Süßigkeiten werden vor Ort und auf dem Markt angeboten.


17.10.2021 Wir treffen uns im Rathaus, um uns über die Zukunft der Städtepartnerschaften auszutauschen (Bild 15). Dem französischen Bürgermeister Gérard Bessière ist es ein großes Anliegen, die Beziehungen auf vielen Gebieten wie Wirtschaft, Umwelt, Tourismus, Sport, Musik usw. zu erweitern bzw. zu intensivieren. Es gibt vieles, was die beiden Gemeinden verbindet, wie die nahegelegenen Seen mit den entsprechenden Wassersportmöglichkeiten sowie Gewerbe- und Tourismusverbände. Französische Jugendliche könnten von unserem Ausbildungssystem etwas lernen. Unser Jugendlichen könnten in Clermont im Hotelgewerbe, in Sportstätten bzw. im Rathaus Praktika absolvieren.

Nun besteht die Aufgabe der Gemeinde darin, Kontakt mit der gwt aufzunehmen, da sich diese Agentur für Wirtschaft- und Tourismusentwicklung im Lankreis Starnberg sowie für Aktivitäten für den Lebens- und Wirtschaftsraum Starnberg und Ammersee  engagiert.

Bild 15 – © Daniel Delhoume

Nach dem Gespräch machen wir einen kleinen Spaziergang zum Château des Guilhem (Bild 16). Das gesamte Areal wurde von der Gemeinde aufgekauft, damit es zu einem Kulturzentrum mit regelmäßigen Konzerten ausgebaut werden kann. Vom Schloss hat man einen atemberaubenden Blick auf Clermont (Bild 17).

Bild 16 – © Daniel Delhoume
Bild 17 – © Daniel Delhoume

Vor dem Mittagessen im Salle Georges Brassens lauschen wir den musikalischen Darbietungen der Musikschule (Bild 18) . Die Nationalhymne wird gespielt, wobei selbstverständlich alle aufstehen (Bild 19), Dankesreden werden gehalten (Bilder 20 und 24), Geschenke werden ausgetauscht (Bild 21) und nachdem alle vorzüglich gespeist haben, gibt es die Möglichkeit, die vielen Kalorieren beim Tanzen wieder etwas loszuwerden (Bilder 22 und 23).

Bild 18 – © Daniel Delhoume
Bild 19 – © Daniel Delhoume
Bild 20 – © Daniel Delhoume
Bild 22 – © Daniel Delhoume
Bild 21 – © Daniel Delhoume
Bild 23 – © Daniel Delhoume
Bild 24 – © Daniel Delhoume
Bild 25 – Besuchsprogramm

Adriana Scipio

Müllverarbeitung und Müllvermeidung

Reise nach Clermont l’Hérault, 14.10. – 18.10.2021

Etwas zum Umweltschutz beitragen und Verhaltensänderungen herbeiführen – Deutsch-französisch-englischer Verein und Vertreter der Gemeinde Gauting zu Besuch in der französischen Partnerstadt Clermont-l’Hèrault.

Zu diesem Thema hatte unser französischer Partnerschaftsverein und die Gemeinde Clermont-l’Hérault die Partnerschaftsvereine und Rathausmitglieder der Partnerstädte Gauting und Patchway/England  eingeladen. Frau Lucy Hamid aus Patchway repräsentierte den englischen Partnerschaftsverein, Herr Wilhelm Rodrian war offizieller Vertreter der Gemeinde Gauting. Frau Adriana Scipio, Vorsitzende des deutsch-französisch-englischen Vereins, reiste mit sechs weiteren interessierten Vereinsmitgliedern an. Als Experte zum Thema Abfallwirtschaft konnten wir den Vorstand der AWISTA, Herrn Christoph Wufka, gewinnen.

Die Delegation wurde sehr herzlich im Rathaus empfangen und verbrachte drei abwechslungsreiche und interessante Tage im Département L‘Hérault. Neben der Projektarbeit kam auch das Kulturelle nicht zu kurz. Beim Besuch eines Weinguts, in dem außer Trauben auch Granatäpfel angebaut werden, verköstigte uns der Winzer mit frisch gepflückten Bio-Früchten. Im „Roseraie du Cade“, einem beeindruckenden Rosengarten in Lacoste, erhielten wir eine Führung über die Herstellung von Bio-Rosenwasser. Auch in der „La Miellerie de Salagou“ einem Spezialunternehmen für Bienenprodukte wie Seifen, Cremes, Gelée royale…, lernten  wir einiges über die Produktion dieser Bio-Waren. Während der Abschiedsveranstaltung in der festlich dekorierten Halle „Salle Georges Brassens“ unterhielt uns die Musikschule mit schwungvollen Einlagen. Bei der Besichtigung des Château des Guilhem – von dem man einen traumhaften Blick auf unsere Partnerstadt und Umgebung hat – erfuhren wir,  dass die Gemeinde Clermont-l’Hèrault das gesamte Schlossgelände erworben hat, um dort einen öffentlichen Park für Konzerte und sonstige Veranstaltungen zu errichten.

Besuchsprogramm

Ein weiteres Highlight waren die anrührenden und informativen Präsentationen der Schüler der Clermontaiser Grundschule und der beiden weiterführenden Schulen René Goss und Ensemble Scolaire Saint-Guilhem. Mit viel Herzblut hatten Schüler und Lehrer am Thema Umweltschutz gearbeitet. AWISTA-Vorstand Christoph Wufka sowie zwei Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsunternehmens „Le Centre de gestion des déchets d’Aspiran“ hielten Präsentationen über die jeweilige Abfallentsorgung bzw. -verwertung. Dem war beispielsweise zu entnehmen, dass im Jahr 2020 das Abfallaufkommen im Landkreis Starnberg 554 Kilo pro Einwohner betrug. Wir recyceln zwar immer mehr, aber die Müllmenge nimmt insgesamt stetig zu. In unserer Partnerstadt ist das Abfallaufkommen noch deutlich höher, jedoch inzwischen mit sinkender Tendenz. Abfallvermeidung ist für beide Unternehmen ein zentrales Thema, weshalb sie diesbezüglich mit Schulen zusammenarbeiten. Als wir im Institut Marie Sagnier, einer landwirtschaftlichen Wirtschaftsschule, ein einfaches, aber exzellentes Mittagessen genossen, konnten wir auf den Servietten Folgendes lesen: „Avez-vous vraiment besoin de moi? Réduisons nos détechets!“ (Benötigen Sie uns wirklich? Lasst uns Müll vermeiden!)

Beim regen Gedankenaustausch im Rathaus von Clermont-l’Hérault ging es dann um die Zukunft der Städtepartnerschaften. Dem Bürgermeister Gérard Bessière ist es ein großes Anliegen, die partnerschaftlichen Beziehungen in den Bereichen Tourismus, Sport, Musik, Bildung, Ökonomie und Ökologie zu vertiefen bzw. zu erweitern und die seit 48 Jahren bestehende Partnerschaft zu intensivieren.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass der Aufenthalt in jeder Hinsicht ein voller Erfolg war. Die Auseinandersetzung mit einem Thema, das uns und die kommenden Generationen weiter beschäftigen wird, war äußerst produktiv. Das mediterrane Klima, die inspirierenden Landschaften, die kulinarischen Genüsse sowie die unübertreffliche Gastfreundschaft machten den Besuch zu einem unvergesslichen Ereignis.

Für alle Interessierten wird der deutsch-französisch-englische Verein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Gauting einen Fotoabend mit unseren Reiseimpressionen im Rathaus anbieten, um auch der breiten Öffentlichkeit unsere Partnerstadt bekannt zu machen.

S. a. Vorbericht im Midi Libre (französisch)

Gerti Fischer und Adriana Scipio

5-Seen-Anzeiger vom 25. Januar 2021

Gute Nachbarschaft

Städtepartnerschaftsausstellung im Rathaus Gauting

Seit 1973 gibt es die Städtepartnerschaft zwischen Gauting und dem französischen Clermont L’Herault schon. Damals brachte die Initiative der ehemaligen Bürgermeister Marcel in Clermont und Joseph Cischek in Gauting die Partnerschaft – übrigens als erste dieser Art im Landkreis Starnberg – ins Rollen. Auf kommunalpolitischer und vor allem auf privater Ebene mithilfe von Vereinen, Schulen, Sportclubs und Kultur funktionierte der Austausch von Anfang an sehr gut.

Als Clermont L’Herault im Jahre 1995 eine Partnerschaft mit dem englischen Patchway einging, reagierte auch Gauting interessiert und nahm Kontakt mit den Engländern auf und schloss 2003 eine Städtepartnerschaft mit der englischen Gemeinde. „Wir bemühen uns auch in Zeiten von Corona um einen engen Kontakt, wie es eben gerade möglich ist“, erklärte Katharina Ebner, zweite Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Verein für deutsch-französisch-englische Partnerschaft Gauting e.V.

Unser Würmtal vom 20. Januar 2021

Europa leben – Europa lieben

Seit 2019 gibt es den deutsch-französischen Bürgerfonds, der von Emmanuel Macron und Angela Merkel ins Leben gerufen wurde und bestehende Städtepartnerschaften maßgeblich unterstützt. Auf Initiative des Fonds findet am 22. Januar ein Deutsch-Französischer Tag statt. Die Gautinger Städtepartnerschaft organisierte anlässlich dieses Tages eine vierwöchige Ausstellung nebst Gewinnspiel und späterer Kinovorstellung.

Ungewöhnlich aktiv präsentiert sich der Verein für deutsch-französische Partnerschaft in Gauting e.V. (dfev). Die derzeitigen Reise- und Kontaktbeschränkungen ließen den Verein in den vergangenen Monaten erfinderisch werden. „Wir haben sehr viele virtuelle Treffen gehabt“, erklärte Vereinsvorsitzende Adriana Scipio. „Und zwar sowohl mit unseren französischen Partnern in Clermont-l´Hérault, als auch mit unseren englischen Partnern in Patchway.“

Online Meetings mit Clermont-L’Hérault und Pachway

Die Kontakte zu den Partnergemeinden insgesamt und vor allem zu unseren Geschwistervereinen zu halten, ist durch Corona ordentlich auf den Kopf gestellt worden. Letztlich zeigte sich aber, dass mit Hilfe von Video-Konferenzen relativ unkompliziert miteinander gesprochen, gelacht und geplant werden konnte.

Schon in 2020 konnten wir uns so mit den Kollegen in Patchway, Alex Seaman und John Thomas, austauschen, wobei wir nicht nur über die Partnerschaft sprachen, sondern auch Einblicke in die schwierige Lage vieler Briten, die von Corona sehr hart getroffen wurden, sowie in die konkreten Maßnahmen vor Ort, die unsere Freunde in Patchway organisieren, bekommen konnten.

In Clermont traf Corona die Jumelage insofern besonders, als dadurch die Kommunalwahlen und damit die Wahlen für den Vorstand der Jumelage mehrfach verschoben wurden. Durch unseren Email- und Online-Austausch waren wir jedoch eng an den französischen Entwicklungen dran und freuen uns jetzt umso mehr, dass der neu gewählte Vorstand nun seine Arbeit aufnehmen kann. Begrüßen durften wir sie schon bei unserem trinationalen Online-Weihnachtsdinner.

Online Weihnachtsessen mit unseren deutschen, französischen und englischen Freunden

Aufgrund der momentanen Corona-Lage sind auch beim Freundschaftsverein flexible Lösungen gefragt.

So traf man sich am Freitag, den 27.11.2020 das erste Mal digital zu einer Weihnachtsfeier. Um 20.00 Uhr hatten alle Mitglieder die Möglichkeit, sich über Zoom in ein gemeinsames Meeting einzuwählen.

Zwanzig Haushalte kamen dieser Einladung nach und man konnte in viele adventlich geschmückte Räume blicken. Besonders schön und der besonderen Situation geschuldet war, dass sich nicht nur die Gautinger getroffen haben, sondern ein Treffen über Grenzen hinweg möglich war. So gab es fünf teilnehmende Haushalte aus Clermont l´Herault und zwei Teilnehmer aus Patchway.

Auch die Jugend war aufgrund dieses Formats der Weihnachtsfeier in großer Zahl vertreten, das war wirklich großartig.

Die Gespräche befassten sich über die jeweiligen Speisen bis hin zu vertieften Gesprächen über die Wahrnehmung der Corona-Pandemie in den verschiedenen Ländern. Auch die Kinder der einzelnen teilnehmenden Familien sowie die Schüler aus Gauting und Clermont (die Gruppensprecher der Online Lesekreise) kamen hier zu Wort. Die zwei angesetzten Stunden vergingen wie im Flug und die Gemeinschaft der drei Partnerstädte konnte sich weiter durch diesen wundervollen vorweihnachtlichen Event festigen.

Online Lese- und Diskussionskreis für Jugendliche

Dank der Hilfe von drei Lehrerinnen, nämlich Frau Sabine Köck aus Gauting und Mme Blandine Caceres sowie Mme Sophie Fesquet aus Clermont sowie der großen Zustimmung unserer beiden Jugendsprecherinnen Valentina und Esther konnte die Idee, einen Online Lesekreis für Jugendliche zu gründen, realisiert werden. Aus Gauting wurden elf und aus Clermont 15 Schüler angemeldet. Mr Alex Seaman aus Patchway konnte seine Tochter Becca auch dazu motivieren. Dadurch hatten wir auch eine englische Schülerin, die bereit war mitzuwirken.

Der erste Online Lesekreis  fand am 13. Oktober 2020 statt. Beim ersten Treffen stellten sich alle Teilnehmer vor.  Esther und Valentina freuten sich, die jungen Leute aus Frankreich kennenzulernen. Beim Treffen am 12. November 2020 wurde über Pancakes bzw. über Essen diskutiert. Da ging es beispielsweise darum, wie Pfannkuchen in verschiedenen Ländern zubereitet werden, um das Für und Wider von „Fast“ und „Slow Food“, um lokale oder internationale Küche und um die „peer pressure“ beim Essengehen. Am 10. Dezember 2020 standen Cartoons auf dem Programm.

Es ist schön zu sehen, wie differenziert die Jugendlichen sich über die einzelnen Themen austauschen und wie unterschiedlich in den beiden Gruppen diskutiert wird. Die beiden Jugendsprecherinnen aus Gauting meinten, es sei sehr interessant gewesen, unterschiedliche Ansichten, die man selbst nicht kannte,  zu hören und darüber zu sprechen. Für die Zukunft wünschen sie sich, dass der Online Lesekreis aufrecht erhalten und vergrößert wird. Mehr englische Schüler würden die Runde noch bereichern.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Gemeinde für die Übernahme der Kosten für die Zoom-Lizenz.