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Betriebspraktika 2019

In diesem Jahr verbrachten acht Schülerinnen eine Woche in Südengland und lernten den Lehrerberuf an Grundschulen kennen. Die Schülerinnen waren auf vier Grundschulen verteilt und machten somit unterschiedliche Erfahrungen.

An der Holy Family School konnten Tanja und Chantal an einem Workshop über die Maya teilnehmen, der von der einzigen Maya Archäologin Großbritanniens ganztägig durchgeführt wurde. Sie berichtete äußerst spannend über ihre fünfzehnjährige Tätigkeit im Urwald Mittelamerikas. Es war erstaunlich, dass sie das Leben dort, trotz giftiger Schlangen und Spinnen, mit denen sie fast täglich in Berührung kam, trotz der Zeckenplage und des einfachen Lebens im Zelt, liebte. Die Schülerinnen erfuhren über Ballspiele der Maya und über die heiße Schokolade, die diese tranken. Zudem konnten sie beispielsweise Artefakte der Maya anfassen, erraten wofür sie verwendet wurden, sich wie Maya bekleideten sowie einen Mayakalender basteln. Zudem konnten sie eine Kopie eines Maya Buches bewundern.

An der St Chad’s Primary School nahmen Nathalie und Alina DIN-A4-Plakate in Empfang, welche die dortigen Schüler zum Thema „Was zählt im Leben“ gestaltet hatten. An der Callicroft Primary School staunten Johanna und Stefanie vor allem über die „assembly“ (Vollversammlung) in der die Schüler am Freitag für ihre Leistungen geehrt werden. Dabei werden nicht nur die besten prämiert, sondern auch diejenigen, die sich verbessert haben. Linda und Sarah, die an der Stoke Lodge Primary ihr Praktikum absolvierten,  hatten vor allem viel Freude, als sie mit den kleinen Grundschulkindern spielten. Die Schule beginnt dort bereits mit dem 4. Lebensjahr und somit spielen die Kinder wie bei uns im Kindergarten, nur dass sie auch schon Rechnen und Schreiben lernen. Eine sprachliche Herausforderung waren die Präsentationen über die Schülerinnen selbst bzw. über das Thema ‚Was zählt im Leben‘, die alle Mädchen vor einem englischen Publikum hielten.

Hier einige Äußerungen der Schülerinnen:

Chantal über die Präsentation zum Thema ‚Was zählt im Leben‘, die vom englischen Schulleiter, Herrn Richard Clark kommentiert und gelobt wurde: „Zu Beginn der Präsentation war ich sehr aufgeregt, aber dann ließ die Anspannung nach und am Ende war ich erleichtert und glücklich, dass ich die Präsentation vor Engländern gemeistert hatte. Der englische Schulleiter, Herr Clark, hob vor allem die Folie hervor, in der ich die Gleichbehandlung aller Menschen erläuterte.“

Nathalie über die englische Sprache: „In der Schule war es anfangs eine Herausforderung alles zu verstehen, aber im Laufe der Woche konnte ich mich an ihre Aussprache gewöhnen. In der Familie dagegen war es einfacher, man konnte auch jederzeit nachfragen.“

Steffi über die englische Schule und die englischen Schüler:  „Die Schüler haben sehr oft selbständig gearbeitet. Mir fiel auf, dass sie vor allem viele Mathematikaufgaben gelöst haben und es war schön, dass wir ihnen dabei helfen konnten. Alle Schüler waren nett, höflich und sehr diszipliniert.“

Tanja über den Abendausflug nach Portishead an der Küste: „Der Hafen und die tolle Aussicht, die bis nach Wales reichte, waren faszinierend. Die für die Engländer typischen ‚fish’n chips‘ schmeckten sehr gut.“

Johanna über die Gastfamilie: „Wir wurden wie die eigenen Kinder sehr herzlich behandelt und waren von den Gasteltern begeistert.“

Linda zum Essen: „In der Familie haben wir meistens zu fünft gegessen. In der Schule haben wir zusammen mit den Schülern in der Kantine Mittagessen gehabt. Das Abendessen an der ‚waterfront‘ war besonders lecker.“

Sarah über Bristol: „Es war spannend mit dem Doppeldecker Bus zu fahren.“

Alina über London: „Schön, dass wir den ganzen Tag  herumgelaufen sind, im Hyde Park sich Papageien auf meine Hand gesetzt haben, den Buckingham Palast, das Parlamentsgebäude – Big Ben wurde gerade renoviert – , Downing Street – dort fand eine Demonstration über Free Palestine statt -,  den Paddington Bär sowie das London Eye gesehen haben.  Ein Erlebnis war es auch, im Hard Rock Café zu essen.“

45-jähriges Partnerschaftsjubiläum mit Clermont l’Herault in Gauting

Vom Donnerstag, 27. September, bis Sonntag, 30. September 2018, waren 24 Gäste aus Clermont und fünf aus Patchway zu Besuch in Gauting. Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste im Rathaus wurden die ausländischen Vereinsmitglieder von ihren Gastfamilien abgeholt und verbrachten mit ihnen den ersten Abend. Am nächsten Tag ging es auf die Wies’n und am Abend trafen wir uns im Vereinsheim der Gautinger Trachtler, um bayerische Tänze einzuüben und bayerische Schmankerl zu genießen. Herzlichen Dank an den Trachtenverein für die freundliche Einladung.

Am Samstag stand auf Wunsch unserer französischen Gäste der Besuch der Gedenkstätte Dachau auf dem Programm. Anschließend kehrte die Gruppe in der Altstadt zu einem gemeinsamen Mittagessen ein und danach fand noch eine Altstadtführung statt.

Abends lud die Gemeinde zum offiziellen Festabend im Großen Sitzungssaal ein. Während die französische Gruppe am Sonntagvormittag wieder mit ihren drei Kleinbussen Richtung Frankreich fuhr, reisten die englischen Gäste erst am Montag wieder zurück.

Die französische Gruppe singt uns beim Festakt im Gemeindesaal ein Ständchen vor

Bereits im Mai 2018 (vom 17. – 22. Mai 2018) fanden die Jubiläumsfeiern in Clermont l’Herault statt. Bei diesem Anlass war auch eine offizielle Delegation Gautings zusammen mit Mitgliedern aus dem Partnerschaftsverein zugegen. Unter … findet sich ein Bericht dazu. Weitere Eindrücke kann man auch der lokalen französischen Zeitung Midi Libre vom 25. Mai 2018 (s.a. Menüpunkt Presse) entnehmen.